Ölspurbeseitigung

Funktionsprinzip von flüssigen Ölbindemitteln

So funktioniert der Abbau von Kohlenwasserstoff-basierten Verunreinigungen durch flüssige Ölbindemittel – Schritt für Schritt erklärt.

Ölspur mit Regenbogenschimmer auf Asphalt

Was passiert am ersten Tag der Behandlung mit flüssigen Ölbindemitteln?

Am Tag der Anwendung werden die flüssigen Ölbindemittel auf die kontaminierten Bereiche aufgesprüht. Die milden Inhaltsstoffe auf natürlicher Basis sind darauf ausgelegt, Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere nicht zu schädigen. Gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit durch die rutsch- und brandhemmende Wirkung wiederhergestellt. Die Biotenside reduzieren die Oberflächenspannung der Verunreinigung und vergrößern die Angriffsfläche für die Mikroorganismen, welche Kohlenwasserstoffe natürlich abbauen.

Was passiert an Tag 2 bis 3 – wie reichern sich die Mikroorganismen an?

Bereits kurz nach der Anwendung reichern sich die in der Natur vorhandenen (ubiquitären) Mikroorganismen von allein an der Ölspur an. Die enthaltenen Nährstoffe sorgen für eine exponentielle Vermehrung der Mikroorganismen, sodass der Abbau der Kohlenwasserstoffe umgehend startet und deutlich schneller erfolgt als ohne die Beigabe spezieller Nährstoffe.

Wie läuft der natürliche Abbau an Tag 4 bis 20 ab?

In den folgenden Tagen erfolgt der natürliche Abbau der Ölspur durch die Mikroorganismen. Ein Vorgang, der natürlicherweise mehrere Monate bis Jahre dauert, dauert nun nur wenige Tage. Beim Stoffwechselvorgang entstehen natürliche Abbauprodukte wie H2O oder CO2.

Wann ist das natürliche Gleichgewicht wiederhergestellt (Tag 21-30)?

Je nach Menge und Art der Verunreinigung ist der Abbau nach wenigen Tagen abgeschlossen. Die flüssigen Ölbindemittel helfen dabei, die Schadstoffe aus den kontaminierten Bereichen zu entfernen und das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen. Die Inhaltsstoffe der flüssigen Ölbindemittel sowie die Kontaminationen werden biologisch abgebaut.

Warum werden die Mikroorganismen nicht durch Biotenside abgetötet?

Biotenside weisen eine besonders geringe Toxizität auf. Dadurch werden Mikroorganismen wie Bakterien durch den Kontakt mit den flüssigen Ölbindemitteln nicht abgetötet.

Wie viele Tage dauert der biologische Abbau nach der Behandlung?

Die genaue Dauer hängt von der Verunreinigung und den Umwelteinflüssen ab. Je langkettiger die Kohlenwasserstoffe sind, desto aufwendiger ist der Stoffwechsel für die Mikroorganismen – der Abbau von Kraftstoff dauert in der Regel kürzer als der von Hydrauliköl. Auch Umgebungstemperatur und Wasserverfügbarkeit beeinflussen die Dauer. In der Regel ist der Abbau nach 2 bis 4 Wochen abgeschlossen.

Wo können flüssige Ölbindemittel eingesetzt werden?

Flüssige Ölbindemittel werden in der Regel auf Verkehrsflächen eingesetzt – dazu zählen Straßen, Autobahnen, Einfahrten und alle weiteren für den Verkehr freigegebenen Flächen. Darüber hinaus können sie auf Gewässern eingesetzt werden, insbesondere in schwer zugänglichen Uferbereichen.

Sind Mikroorganismen in den flüssigen Ölbindemitteln enthalten?

Nein, in den flüssigen Ölbindemitteln sind Biotenside und Nährstoffe enthalten. Diese fördern das Wachstum der benötigten Mikroorganismen für den Abbau von Kohlenwasserstoffen – dabei handelt es sich um hydrocarbonoklastische Bakterien.

Was passiert mit dem flüssigen Ölbindemittel nach der Anwendung?

Die flüssigen Ölbindemittel sind biologisch abbaubar. Neben den Kohlenwasserstoffen werden auch die Inhaltsstoffe der Bindemittel nach der Anwendung auf natürliche Art abgebaut. So helfen sie dabei, das Gleichgewicht der Natur wiederherzustellen.

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