Was ist zu tun, wenn Öl in den Boden gelangt ist?
Zuerst gilt es, den weiteren Ölaustritt zu stoppen und die Fläche abzusichern. Bodenverunreinigungen mit Mineralöl werden in Deutschland über das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) geregelt. Informieren Sie deshalb die zuständige Umwelt- bzw. Bodenschutzbehörde – sie legt fest, welches Sanierungsverfahren im Einzelfall infrage kommt.
Welche Möglichkeiten gibt es, ölverschmutzte Böden zu sanieren?
Grundsätzlich gibt es zwei Wege:
- Bodenaustausch: Das kontaminierte Erdreich wird abgetragen, abtransportiert und entsorgt, anschließend wird neuer Boden eingebracht.
- Biologische Sanierung vor Ort: Die im Boden vorhandenen Mikroorganismen bauen die Kohlenwasserstoffe ab. Ein Nährstoffkonzentrat beschleunigt diesen natürlichen Prozess deutlich.
Die biologische Sanierung erspart das Abtragen und Entsorgen des Bodens. Welches Verfahren im Einzelfall geeignet ist, entscheidet die zuständige Behörde.
Wie funktioniert die biologische Bodensanierung mit FMO Erdsanierung?
FMO Erdsanierung ist ein flüssiges, wasserverdünnbares Wirkstoffkonzentrat auf Basis von Biotensiden und organischen Rohstoffen. Es dient als Nährstoffquelle für die im Boden vorhandenen Mikroorganismen. Diese vermehren sich stark und bauen Kohlenwasserstoffe deutlich schneller ab als ohne Unterstützung. FMO Erdsanierung ist wirksam bei Mineralölen im Bereich C11 bis C40. Wie die Biotenside und der mikrobielle Abbau im Detail wirken, erklären wir in eigenen Beiträgen.
Wie schnell wirkt die biologische Sanierung?
In Laborversuchen mit kontaminiertem Boden (Münster, 1998) sank die Kohlenwasserstoff-Konzentration innerhalb von 35 Tagen um 80 bis 95 %. Der Ölgeruch wird bereits am ersten Tag nach der Anwendung messbar reduziert. Wie lange es im Einzelfall dauert, hängt von Art und Menge des Öls, der Bodenfeuchte und der Temperatur ab.
Wie wird FMO Erdsanierung dosiert?
Die Menge richtet sich nach dem Gehalt an Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) im Boden:
| Schritt | Berechnung |
|---|---|
| Grundformel | kg MKW pro Tonne Boden × 0,2 = Liter FMO Erdsanierung pro Tonne Boden |
| Beispiel | 5 kg MKW pro Tonne Boden × 0,2 = 1 Liter FMO Erdsanierung pro Tonne Boden |
| Konzentration der Lösung | 2 bis 10 % je nach Aufnahmekapazität des Bodens, in der Regel 5 % |
| Wiederholung | mehrere Dosierungen, die Menge wird je nach Abbauergebnis jeweils etwa halbiert |
Nach dem Kauf erhalten Sie eine ausführliche Anwendungsanweisung mit Mischtabellen und Praxisempfehlungen.
Welche Bedingungen braucht der Abbau im Boden?
- Bodenfeuchte: optimal 60 bis 80 % der maximalen Aufnahmekapazität des Bodens
- Temperatur: mindestens 8 °C bei der Ausbringung
- Wiederholung: die Anwendung wird wiederholt, bis der Kohlenwasserstoffgehalt wieder auf natürlichem Niveau liegt
Ist FMO Erdsanierung als Gefahrstoff eingestuft?
Nein. FMO Erdsanierung hat keine Gefahrstoff-Klassifizierung, die Gebrauchslösung ist in Wassergefährdungsklasse 0 eingestuft. Die Inhaltsstoffe sind biologisch abbaubar, nicht bioakkumulierend und nicht persistent; Schutzkleidung ist für die Anwendung nicht erforderlich. FMO Erdsanierung ist in 10-Liter-Kanistern erhältlich (Mindestabnahme 20 Kanister), weitere Gebinde auf Anfrage.
