Was ist bei einer Ölhavarie auf dem Wasser zuerst zu tun?
Bei einer Havarie gilt: zuerst die Sicherheit, dann die Umwelt. Die wichtigsten Schritte in der richtigen Reihenfolge:
- Absichern und melden: Gefahrenbereich sichern und umgehend die zuständigen Stellen informieren – je nach Ort Hafenbehörde, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr oder die Notrufnummer 112.
- Quelle stoppen: Soweit gefahrlos möglich, den weiteren Ölaustritt unterbinden.
- Ausbreitung begrenzen: Ölsperren setzen, um den Ölteppich einzugrenzen.
- Aufnehmen: Größere Ölmengen mit Skimmern oder Bindevliesen aufnehmen.
- Restölfilme behandeln: Verbleibende Ölfilme und schwer zugängliche Stellen mit FMO Gewässer behandeln.
Alle Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der Einsatzleitung und den zuständigen Behörden.
Wo stoßen Ölsperren und Skimmer an ihre Grenzen?
Ölsperren und Skimmer sind unverzichtbar, um größere Ölmengen einzudämmen und aufzunehmen. In Häfen und an Küsten gibt es aber viele Stellen, an denen sie nicht ankommen oder kaum noch wirken:
- zwischen Steinschüttungen, Molen und Kaimauern
- unter Stegen, Pontons und Anlegern
- zwischen eng liegenden Booten und Schiffen
- in stark bewachsenen oder flachen Uferbereichen
- bei dünnen, schillernden Ölfilmen, die sich mechanisch kaum noch aufnehmen lassen
Gerade hier bleibt ohne weitere Maßnahmen häufig ein Ölfilm zurück – mit Folgen für Wasser, Ufer und Lebewesen.
Wie hilft FMO Gewässer bei einer Havarie?
FMO Gewässer ist ein flüssiges, 100 % natives Ölbindemittel, das unverdünnt direkt auf den Ölfilm gesprüht wird. Durch die flüssige Form erreicht es auch Stellen, an denen Ölsperren und Skimmer nicht weiterkommen.
Die enthaltenen Biotenside lösen den Ölfilm, spezielle Nährstoffe aktivieren die natürlich vorhandenen Mikroorganismen. Diese bauen die Kohlenwasserstoffe innerhalb weniger Tage auf natürliche Weise ab. Eine Nachbehandlung oder Entsorgung von FMO Gewässer ist in der Regel nicht erforderlich – ggf. ist dies mit der zuständigen Behörde abzustimmen.
Eignet sich FMO Gewässer für den Einsatz im Hafen und an der Küste?
FMO Gewässer ist nach der AwSV als nicht wassergefährdend (nwg) eingestuft und erfüllt die Kriterien der Non-HME-Einstufung – gilt also als nicht schädlich für die Meeresumwelt. Die Inhaltsstoffe sind biologisch abbaubar, nicht toxisch, nicht persistent und nicht bioakkumulierend.
Unabhängig davon gilt: Der Einsatz bei einer Havarie wird immer mit der Einsatzleitung und den zuständigen Behörden abgestimmt. Mehr zu den Einstufungen lesen Sie in unseren Beiträgen zu Non-HME und zum Umwelt- und Gewässerschutz.
Wie wird FMO Gewässer angewendet?
- Vorbereiten: Kanister vor der Anwendung gut schütteln.
- Aufsprühen: FMO Gewässer unverdünnt mit einem Drucksprüher, einer Gartenspritze oder einem Handpumpzerstäuber vollflächig auf den Ölfilm sprühen.
- Wirken lassen: Eine Nachbehandlung ist nicht notwendig. Der Ölfilm wird durch Mikroorganismen zersetzt und abgebaut.
Was sollte für den Ernstfall bereitstehen?
Bei einer Havarie entscheidet die Zeit. Wer FMO Gewässer vorhält, kann Restölfilme sofort behandeln, statt auf Material zu warten. Für den schnellen Einstieg bietet sich das FMO Gewässer – Starterset Basis an: 10 Liter FMO Gewässer und ein Drucksprühgerät Gloria Prima 5 PLUS. Größere Gebinde sind auf Anfrage erhältlich.
Hinweise zur richtigen Lagerung finden Sie im Beitrag Lagerung & Haltbarkeit.
Für wen ist FMO Gewässer geeignet?
FMO Gewässer eignet sich für alle, die Ölfilme auf Gewässern schnell beseitigen, ohne die Umwelt zu schädigen müssen – zum Beispiel Hafenbetriebe und Marinas, Werften, Feuerwehren und Wasserwehren, Kommunen, Betreiber von Umschlag- und Tankstellen am Wasser sowie Umweltdienstleister.
